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Was genau ist eine Kommanditgesellschaft?

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Eine Kommanditgesellschaft ist eine Sonderform der offenen Gesellschaft (OG), die rechtlich eng verwandt ist mit der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GesbR). Während bei der GesbR und der OG alle Gesellschafter unbeschränkt und solidarisch mit Ihrem Privatvermögen haften, ist die Verteilung der Haftung bei den Gesellschaftern einer KG gewissermaßen asymmetrisch verteilt.

Es gibt so genannte Vollhafter (Kommanditisten), die ebenso wie bei der GbR unbeschränkt für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft haften, während die Teilhafter (Kommanditisten) – wie bei einer Kapitalgesellschaft – nur mit Ihrer Geldeinlage haften.

Kommanditisten sind deshalb auch von der Geschäftsführung ausgeschlossen, die alleinig den Komplementären obliegt. Sie haben lediglich ein Widerspruchsrecht bei so genannten ungewöhnlichen Geschäften. Ein Merkspruch zur Einprägung der Rollen lautet: “Der Kommanditist ist der, den man vergisst, der Komplementär haftet sehr”.

Allerdings sind Komplementäre keineswegs bei den Gewinnen finanziell schlechter gestellt, sondern entsprechend ihrer Einlage sind sie völlig gleichberechtigt an den Erträgen der KG beteiligt.

Die Sonderregelungen zur Kommanditgesellschaft finden sich im Unternehmensgesetzbuch (UGB) in den §§ 161 ff.

Limited als Vollhafter beläst Situation weitgehend unverändert

Bei der KG bleibt es im Grunde auch, wenn eine Limited Company als Gesellschafter dazustößt, da diese das Geschehen prinzipiell nur recht wenig beeinflusst: Sie beteiligt sich nicht am Gesellschaftskapital der KG und erhält dementsprechend auch keine Gewinne.

Im Gegensatz zu einer Komplementär-GmbH erhält die Limited Company auch sonst keinerlei Bezüge – üblich bei GmbHs sind eine mehr oder minder geringe Haftungs- und Geschäftsführervergütung - so dass die Company zeitlebens finanziell inaktiv (dormant) bleibt. Der Limited Company kommt damit mehr oder minder eine reine Statistenfunktion zugute.