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Zuerst war ich überrascht.
Dann einfach begeistert.

Haftungsschutz

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Haftungsschutz braucht man nicht in guten Zeiten. Doch dass die Zeiten nicht immer gut sind und es bleiben, hat die jüngste Vergangenheit eindrucksvoll gezeigt. Wie aus dem Nichts heraus kam praktisch über Nacht die Banken- und damit die Wirtschaftskrise. Fast alle Unternehmen mussten kürzer treten. Für nicht wenige Unternehmen, gleich welcher Größe, bedeutete sie in Folge das Aus.

Sicherheit - so etwas gibt es im Geschäftsleben schlichtweg nicht. Auch ohne Wirtschaftkrise. Sich ständig verändernde Märkte, neue aggressive oder auch findige Konkurrenten oder/und die schlechte Zahlungsmoral von Kunden können prinizpiell auch kerngesunde Unternehmen jederzeit in ernsthafte Schwierigkeiten bringen. Das Problem: Unternehmer, die als Einzelunternehmen oder GesnbR organisiert ist, haben keinerlei Haftungsschutz.

Einzelunternehmer & GesnbR: Firmenkonkurs = Privatkonkurs

Geht die Firma hier in Konkurs gehen damit auch alle Beteiligten in Konkurs, da ein Einzelunternehmer oder die Gesellschafter einer GesnbR immer persönlich haften. Im letzten Fall sogar unbeschränkt und solidarisch: Die Gläubiger können hier von jedem einzelnen Gesellschafter die gesamte geschuldete Summe verlangen. Durch einen Konkurs - und damit einen ruinierten Leumund bei Banken - wird nach dem Scheitern oft auch ein geschäftlicher Neustart vereitelt, da für einen Wideraufbau Mittel und nun auch die Bonität fehlen. Der Volksmund nennt das Schuldenfalle.

Limited

Gesellschaftsformen wie die GmbH oder AG schaffen hier Abhilfe: Sie trennen rechtlich die Gesellschaft von den Gesellschaftern und bieten damit einen zuverlässigen Haftungsschutz. Die Firma haftet für Ihre Verbindlichkeiten selbst, nicht jedoch die Inhaber, die im Falle einer Insolvenz unbeschadet bleiben, da zur Befriedigung der Gläubiger nur das Gesellschafts- nicht jedoch deren Privatvermögen herangezogen werden kann. Das Problem: GmbH und AG sind sehr teuer in der Gründung und es müssen 10.000 EUR bzw. 70.000 EUR Stammkapital vorhanden sein. Haftungsschutz bleibt in Österreich somit nur liquiden oder fremdfinanzierten Unternehmern vorbehalten.

Haftungsschutz in England ist deutlich preiswerter

Der englische Gesetzgeber hat diese Problematik von Anfang an gesehen und hat Haftungsschutz für Unternehmer nicht vom Vorhandensein von Startkapital abhängig gemacht. In England ist es schon seit jeher möglich eine Gesellschaftschaft mit Haftungsschutz für die Betreiber auch ohne nennenswertes Stammkapital zu gründen. Für die Registrierung einer Limited Company (Company Limited by shares, LTD) - dem direkten Gegenstück zur österreichischen GmbH - genügt eine Stammeinlage vom 1 Pfund. Es kann beliebig mehr einbezahlt werden, jedoch gibt es keine Vorschriften zum Mindestkapital, so dass jedermann völlig unabhängig von seinen finanziellen Möglichkeiten in den Genuss eines Haftungsschutzes für seine Geschäfte kommen kann.

Der neueren EU-Rechtsprechung zufolge greift dieser Haftungsschutz auch dann, wenn eine Firma in England gegründet und dann Österreich eingesetzt wird. So ist es heutzutage auch österreichischen Unternehmern möglich, sich der Vorzüge des englischen Gesellschaftsrechts zu bedienen und Haftungsschutz preiswert einzukaufen, obwohl sie gar nicht in England sondern in Österreich ansässig sind.