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Englische Limited - was ist das?

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Sowohl in Österreich als auch in England gibt es für Unternehmer verschiedene Rechts- oder Gesellschaftsformen, die einen Zusammenschluss von mehreren Geschäftsleuten rechtlich ausgestalten. Die englische private company limited by shares (LTD) ist dabei das direkte Gegenstück zur österreichischen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GesmbH oder GmbH).

Wie bei einer österreichischen GmbH gibt es auch bei einer englischen Limited Company eine strikte Trennung zwischen den Inhabern einer Gesellschaft und der Gesellschaft selbst, die ein völlig eigenständiges Rechts- und Steuersubjekt darstellt. Nach außen hin tritt die Limited als Vertragspartner gegenüber Kunden oder Lieferanten auf oder auch als Partei in einem Rechtsstreit. Die finanzielle Haftung ist dabei immer auf das Vermögen der Limited beschränkt. Die Inhaber selbst haften nicht bzw. indirekt nur mit dem eingebrachten Stammkapital. Die Limited sorgt so für einen verlässlichen Haftungsschutz.

Statt 35.000 Euro reicht ein einziger als Stammeinlage

Während bei einer GmbH ein Mindeststammkapital von 35.000 Euro gesetzlich vorgeschrieben ist, das bei einer Gründung auch vollständig eingezahlt werden muss, gibt es bei einer englischen Limited keinerlei Vorschriften, die ein Mindestkapital erforderlich machen. Für die Gründung einer englischen Limited genügt deshalb ein Euro als Einlage – was den gravierendsten Unterschied zwischen der Limited und der GmbH ausmacht: Eine englische Limited kann im Gegensatz zu einer GmbH auch dann gegründet werden, wenn kein oder nur wenig Eigenkapital zur Verfügung steht.

Durch die im EG-Vertrag verankerte Niederlassungsfreiheit (Art. 43, 48 EG) und einer Reihe von Gerichtsurteilen u.a. des Europäsischen Gerichtshofs (EuGH) ist es seit geraumer Zeit auch für Geschäftsleute aus anderen EU-Staaten möglich, in England eine Limited Company zu gründen, um damit dann Vorort zu arbeiten. Zu diesem Zweck wird nach der Gründung in England einfach eine Zweigniederlassung im jeweiligen Land errichtet.

Östereich folgt der EU-Rechtsprechung

Auch Österreich hat den EG-Vertrag unterschrieben, so dass auch in Österreich ansässige Geschäftsleute in England eine Gesellschaft gründen können - und das, ohne dort zu leben oder zu arbeiten. In Österreich sind Limiteds rechtlich den inländischen Kapitalgesellschaftsformen gleichgestellt. Inbesondere der Haftungsschutz der englischen Limited ist innerhalb Österreichs derselbe wie mit einer GmbH oder AG. Allerdings ist der zeitliche und finanzielle Aufwand bei der Gründung einer englischen Limited deutlich geringer.